Warum Scheitern ein Gewinn sein kann
Kohlezeichnung von Katrin Hoerner
In Kursen an der EigenArt treffe ich immer wieder auf TeilnehmerInnen, die unbedingt mit schönen Werken nach Hause gehen wollen. Natürlich ist es völlig legitim, gute Kunst schaffen zu wollen. Dafür besucht man schließlich einen Kunstkurs! Die Gefahr dieses Vorhabens besteht darin, das jemand dringend versucht, Fehler und Scheitern zu verhindern, indem sie oder er wiederholt, was schon funktioniert hat. Innerhalb der bekannten Grenzen zu bleiben, bietet Sicherheit, verhindert aber Entwicklung.
In der Komfortzone herrscht Stillstand
Immer mit der bekannten Technik zu arbeiten, mit dem vertrauten Material bewährte Motive zu behandeln, bedeutet Stagnation. Lernen und Erweiterung funktionieren neurobiologisch nicht über Wiederholung des Bekannten, sondern über Abweichung, Irritation, Fehler. Genau hier setzt der kreative Erkenntnisgewinn ein. Wer dagegen immer nur reproduziert, was schon klappt, festigt Können – aber vergrößert es nicht. Die Komfortzone ist künstlerisch unfruchtbar.
Berühmte Beispiele aus der Geschichte zeigen große Künstler, die sich immer wieder neu erfanden, um nicht stehen zu bleiben. Gerhard Richter beispielsweise wechselte zwischen Fotorealismus und Abstraktion. Wenn er sich in einem Feld zu sicher fühlte, begann er etwas Neues. Georg Baselitz ist als Bildhauer ebenso engagiert wie als Maler und Zeichner. Und Pablo Picasso? Sein Werk zeigt den Extremfall von konsequentem Wandlungswillen, vom Realismus zum Kubismus, zum Neoklassizismus, zum Surrealismus, als Maler, Zeichner, Bildhauer, Keramikkünstler.
Entwicklung entsteht durch Risiko
Meine Anregung zum Jahresbeginn: Machen Sie doch einmal etwas ganz Anderes! Besuchen Sie einen Aktmalkurs, obwohl Sie sonst abstrakt arbeiten. Lernen Sie Holzdruck kennen oder Objektkunst oder besuchen Sie ein Schreibseminar.
Entwicklung wird möglich, wenn wir bekanntes Terrain verlassen und etwas Neues wagen – selbst oder gerade auf die Gefahr hin, dass es schief geht. Scheitern bedeutet in dem Fall nicht, versagt, sondern etwas noch nicht im Griff zu haben – und neugierig weiterzumachen.
Ein waghalsig kreatives Jahr 2026
wünscht Ihnen
Katrin Hoerner
Akademieleiterin
In der Komfortzone herrscht Stillstand
Immer mit der bekannten Technik zu arbeiten, mit dem vertrauten Material bewährte Motive zu behandeln, bedeutet Stagnation. Lernen und Erweiterung funktionieren neurobiologisch nicht über Wiederholung des Bekannten, sondern über Abweichung, Irritation, Fehler. Genau hier setzt der kreative Erkenntnisgewinn ein. Wer dagegen immer nur reproduziert, was schon klappt, festigt Können – aber vergrößert es nicht. Die Komfortzone ist künstlerisch unfruchtbar.
Berühmte Beispiele aus der Geschichte zeigen große Künstler, die sich immer wieder neu erfanden, um nicht stehen zu bleiben. Gerhard Richter beispielsweise wechselte zwischen Fotorealismus und Abstraktion. Wenn er sich in einem Feld zu sicher fühlte, begann er etwas Neues. Georg Baselitz ist als Bildhauer ebenso engagiert wie als Maler und Zeichner. Und Pablo Picasso? Sein Werk zeigt den Extremfall von konsequentem Wandlungswillen, vom Realismus zum Kubismus, zum Neoklassizismus, zum Surrealismus, als Maler, Zeichner, Bildhauer, Keramikkünstler.
Entwicklung entsteht durch Risiko
Meine Anregung zum Jahresbeginn: Machen Sie doch einmal etwas ganz Anderes! Besuchen Sie einen Aktmalkurs, obwohl Sie sonst abstrakt arbeiten. Lernen Sie Holzdruck kennen oder Objektkunst oder besuchen Sie ein Schreibseminar.
Entwicklung wird möglich, wenn wir bekanntes Terrain verlassen und etwas Neues wagen – selbst oder gerade auf die Gefahr hin, dass es schief geht. Scheitern bedeutet in dem Fall nicht, versagt, sondern etwas noch nicht im Griff zu haben – und neugierig weiterzumachen.
Ein waghalsig kreatives Jahr 2026
wünscht Ihnen
Katrin Hoerner
Akademieleiterin
Profil von Katrin Hoerner
Katrin Hoerner (Magister Artium, Studium der Kunstgeschichte, Neueren deutschen Literatur und Kommunikationswissenschaft) verbindet über 30 Jahre Erfahrung als Journalistin mit einer fundierten Ausbildung im kreativen und therapeutischen Schreiben. Seit 2011 leitet sie die Kunstakademie EigenArt in Bad Heilbrunn und ist seit 2024 auch als Dozentin dort tätig. Ihre Kurse – etwa „Intuitiv Schreiben“, „Autobiografisch schreiben“ oder „Achtsam schreiben“ – öffnen einen Raum, in dem Teilnehmende ihre Schreibstimme entfalten. Sie legt besonderen Wert darauf, Schreibtechnik mit Achtsamkeit und persönlicher Reflexion zu verbinden, damit Schreiben nicht nur Ausdruck, sondern Reflektion wird.
Kurse 2026 mit Katrin Hoerner
Autobiografisch schreiben | 22. Februar 2026
Vom Wort zum Bild – Haiku dichten und gestalten | 01./02. August 2026 |
Intuitiv schreiben – Entdecke deine Schreibstimme | 12. bis 13. September 2026 |
Kalligrafie - Haiku dichten, schreiben, illustrieren | zusammen mit Anja Eichen | 08. bis 11. Oktober 2026 |
Achtsam schreiben | 29. November 2026 |
Vom Wort zum Bild – Haiku dichten und gestalten | 01./02. August 2026 |
Intuitiv schreiben – Entdecke deine Schreibstimme | 12. bis 13. September 2026 |
Kalligrafie - Haiku dichten, schreiben, illustrieren | zusammen mit Anja Eichen | 08. bis 11. Oktober 2026 |
Achtsam schreiben | 29. November 2026 |